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Aktualisiert am: 01 Juni 2009
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Was uns am Herzen liegt!
In Ägypten herrschen andere Vorstellungen von Moral, Sitten, Ehre und Anstand als in Deutschland. In Ägypten ist nicht nur darauf zu achten, sich angemessen zu kleiden, wenn es zu einem Treffen von Paten und Familien kommt. Wir freuen uns, wenn ein guter Kontakt zwischen Paten und Familien zustande kommt, aber auch dabei sollte man einiges beachten.
Wir bitten auch davon abzusehen, dass Patinnen ihre ägyptischen Freund und/oder Orfi-Ehemänner zu einem Treffen mit zu den Familien mitbringen. Dies dient dem Schutz der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen vor Ort, aber vor allem den Müttern und Kindern der Familien.
Ein ägyptischer Ehemann einer deutschen Patin kann mitgehen, wenn diese nach legalem Zivilrecht in Ägypten verheiratet sind oder nach deutschem Zivilrecht. Ansonsten sollte ein neutraler Ort gefunden werden, wo sich alle treffen können.
Die Orfi-Ehe ist in Ägypten keine gesetzlich anerkannte Eheform. Auch Paare ohne Trauschein werden in Ägypten nicht gern gesehen, da im Islam und im orthodoxen Glauben der Ostkirchen eine außereheliche Beziehung untersagt ist. Bei Paaren ohne Trauschein aus Deutschland wird dies stillschweigend geduldet.
Keine Liebesbezeugungen in der Öffentlichkeit!
Ebenso ist es, dass man die Frauen nicht öffentlich umarmt als Mann und als Frau nicht den evt. vorhandenen Mann der Familie. Genauso steht man, wenn man sich als Frau mit einem Mann unterhält, immer in einem gewissen Abstand gegenüber, Also nicht so nah beieinander stehen. Auch geben ÄgypterInnen oft aus religiösen Gründen seinem Gegenüber/dem anderen Geschlecht nicht immer die Hand zur Begrüßung.
Bei dem Anstand handelt es sich um die „Sicherheit“ der Familien. Denn oft sind es alleinstehende Frauen, die sich und ihre Familien zu schützen versuchen. So wird immer ein Mitarbeiter dabei sein, auch dann, wenn er nicht als Übersetzer gewünscht oder benötigt wird.
Als Frau/Patin kann man sich bei Nehmedou melden und dann mit ihr zu der Familie gehen. Wenn dann das Vertrauen aufgebaut ist und man sich öfter sieht, sich kennt und wenn die Mütter es möchten, kann man sicher auch alleine zu ihnen gehen. Wir haben auch Paten, die dieses praktizieren und sich inzwischen so gut kennen, dass es kein Problem ist.
Im normalen Fall ist es in Ägypten üblich, dass man als Frau dort keinen fremden Mann ins Haus lässt, wenn der Eigene nicht anwesend ist. Bei Nehmedou ist immer die Tür weit offen, die Kinder sind da, die Schwester oder die Mutter oder ihr Mann ist nach kurzer Zeit anwesend. Denn es könnte sonst über sie schlecht geredet werden und das wäre nun nicht in unserem Sinne.
Ich denke, dafür wird JEDER Verständnis haben.
liebe Grüße
Angela
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein
unglückliches Kind auf Erden gibt.
(Winston Churchill)
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