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Aktualisiert am: 20. August 2007

Bericht von Manuela

Manuela zu Besuch bei ihrem Patenkind
Im Januar 2005 besuchte ich mit meiner kleinen Tochter Alina (sie war damals 2,5 Jahre) unser Patenkind - Fatima. Wir hatten zu Khaled telefonisch Kontakt aufgenommen und uns für einen Vormittag verabredet. Morgens hab ich mit Alina dann die Tasche mit den Geschenken gepackt. Auch sie kannte Fatima bisher nur vom Foto und ich hab ihr so gut es ging versucht zu erklären, warum wir ihr nun die Sachen bringen wollten. Sie plapperte mir auch alles nach und gab „grünes Licht" das sie damit einverstanden wäre. Zum Glück hatte ich genug mit, so das sie beim Packen auch noch was abbekommen hat. Linchen und ich warteten dann an der Rezeption im Hotel mit unserer Tasche . Khaled kam pünktlich und wir fuhren los. Ab ging es in die Altstadt und mein Zwerg saß stolz wie ein Pharao im Minibus und war nur am grinsen. Dann gab es viel zu sehen auf den Straßen, das fand sie natürlich sehr interessant. „Mama tut hier... Mama tut da…" die Gassen wurden immer schmaler und der Fahrer war schon ganz schön am rudern... es war natürlich auch nicht ganz so einfach, das Haus in dem Labyrinth zu finden, da irgendwie alles gleich aussah. Allein hätte ich da nie ne Chance. Als wir ankamen, waren die Kids alle in Aufregung, denn sie wussten nicht, dass wir kommen. Aus Neugierde kamen sie erst einmal alle an den Minibus und so schnell sie da waren, waren sie wieder im Haus verschwunden. Das ging dann noch paar mal hin und her bis wir dann ausgestiegen waren. Fatima erkannte ich gleich und der zerzauste Wuschelkopf war wohl wirklich ein Zeichen, dass sie nicht wusste, das wir kommen....(auf dem Foto waren die ganz ordentlich zusammengebunden) aber ich fand sie so richtig zum Knuddeln. Alina klammerte sich erst einmal an mich, für sie war es natürlich alles ungewohnt. Dann sind wir ins Haus wo die Mama und Oma von den Zwergen saßen und uns freundlich begrüßten. Linchen hatte erst einmal Angst, da alles recht dunkel und fremd war. Aber auch bei ihr kam die Neugierde durch und als sie dann Fatima kennen lernte sah die Welt schon anderes aus. Fatima freute sich, war aber natürlich auch sehr schüchtern. Sie setzte sich dann brav neben ihre Mama und wartete ab, was passiert und beobachtete alles ganz genau. Wir packten dann die Geschenke aus und Khaled erklärte dies und jenes. Die warmen Wolldecken wurden gleich von Mama und Oma begutachtet und das Material überprüft... innerlich musste ich grinsen. Alinas Begeisterung die Geschenke zu übergeben hielt nicht lange an... ihre Meinung hatte sich geändert und bei den Überraschungseiern (wo ich so stolz war, dass alle noch ganz waren) kullerten dann dicke Krokotränen... und ich hatte echt zu tun, sie wieder zu beruhigen. Eigentlich sollten die Geschwister alle eins bekommen... aber zwei blieben krampfhaft in Alinas Händen... hätte sie sechs Hände gehabt, hätte sie wohl alle sechs gegriffen... naja, und die Schokolade zerschmolz natürlich... Fatima brachte die anderen Geschenke schnell in die hinteren Räume... verständlich!! So nach und nach beruhigte sich mein Kind wieder und als es dann Fanta gab, waren die Eier oder was davon noch übrig war, vergessen. Für alle gab es noch Tee und wie gesagt, Fanta. Allerdings in grünen Flaschen, was völlig neu für Alina war. Und sie sah mich dann an und fragte, „Mama - ein Bier?" damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet und Khaled übersetzte auch noch sofort – aber alle waren am Lachen....

Manuela

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