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Berichte von Paten
Patenschaftsgelder
Patenschaftsantrag
Aktualisiert am: 17 Februar 2009
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Bericht von Jutta
Oktober 2008
Im Oktober 2008 war ich mit meinen Söhnen und meiner Nichte Laura in Ägypten um Urlaub zu machen. Ich nutzte die Gelegenheit, ein paar Familien zu besuchen, um nach dem Rechten zu schauen und ein paar Bilder zu machen. Im Gepäck hatte ich auch ein Geschenk einer Patenfamilie, das ich natürlich gerne übergab. Als wir dort ankamen, schliefen die Kinder leider schon und ich konnte mir ein Bild davon machen, auf welche Art und Weise dies vonstatten ging. Ein Kind schlief auf dem Boden und die anderen beiden Kinder schliefen in einem größeren Bett, das sie dann später auch noch mit ihrer Mutter teilten. Sie hatten ganz normale Bekleidung an, sprich, also kein Nachthemd oder Schlafanzug. Oben an der Decke liefen die Ratten und Mäuse, so dass Laura gleich erst einmal nach draußen flüchtete. Die Mutter weckte ihr Kind, obwohl wir das nicht wollten und wir übergaben das Geschenk. Das Mädel hat sich so gefreut, das kann man nicht in Worte fassen. Wir haben uns alle so sehr mit ihr gefreut. Wir besuchten auch „unsere Familie". Wir haben dort 3 Patenkinder. Das Mädel war herausgeputzt wie eine kleine Prinzessin und die anderen beiden Kinder hatten auch „gute" Kleidung an. Anzumerken wäre hier, dass manche Familien – wenn Paten kommen – ihre Kinder derart „herausputzen". Wir übergaben die Geschenke und die Freude war groß. Am nächsten Tag gingen wir nochmals dorthin, weil ich dem Mädel noch ein paar Ohrringe gekauft hatte. Da sahen die Kinder dann schon ganz anders aus, sprich, sie hatten ihre gewöhnliche Kleidung an, denn die Familie wusste nicht, dass wir im Anmarsch waren. Wir waren bei einer Familie, das ein 2 Wochen altes Baby hatte und auch auf dem blanken Boden schlief. Auch dort wimmelte es von Ratten. Die schlüpfen halt durch jedes kleine Loch und so eine Hütte oder Behausung oder wie man es nennen will, bekommt man einfach nicht dicht. Dieser Anblick stimmte uns besonders traurig. Die nächste Familie bestand aus 5 Kindern und der Mutter und ihr stand eigentlich nur ein Schlafraum zur Verfügung und sonst nichts. Es gab noch eine kleine Nische und dort auf dem Boden stand eine Art "Herd" mit 2 Flammen, auf dem gekocht wurde. Es waren nicht alle Kinder zu Hause und mir ist nicht klar, wo die gesamte Familie schläft. Ich bin froh, dass ich meine Kinder mit "im Gepäck" hatte, dann konnten sie mal wieder sehen, in welchem Überfluss wir doch leben. Es war nicht das 1. Mal, dass ich sie dabei hatte. Trotz der ganzen Armut werden wir immer freundlich bewirtet, sprich, auch wenn die Familie noch so arm ist, Getränke bietet man uns immer an.
Jutta Schäfer
November 2009
Wie immer haben wir die Familien besucht. Man denkt des öfteren, schlimmer kann es nicht mehr werden, aber weit gefehlt. Es ist unglaublich, ja unvorstellbar, wie die Familien dort leben. Ich denke, dass ich so leicht nicht mehr zu schocken bin, muss aber dennoch dann und wann mit den Tränen kämpfen. Der Ausflug mit den Kindern war wieder super schön. Mensch, was hatte die Meute einen Spaß. Auch die Mütter haben sich köstlich amüsiert. In Zirzara sind alle "Straßen" aufgerissen, sprich, es werden irgendwelche Rohre verlegt. Derzeit ist es lebensgefährlich, dort umher zu laufen. Man muss echt aufpassen, dass man dort nicht in ein Loch fällt. Ich denke, dass dort vielleicht Wasserleitungen verlegt werden. Ich hoffe nur, dass diese Leitungen auch den armen Leuten in Zirzara zugute kommen. Ehrlich gesagt, so ganz traue ich "dem Braten" nicht. Naja, wir werden das mal weiter beobachten und sehen, was daraus wird. Ansonsten kann ich wirklich nur sagen, dass Angela echt ganze Arbeit leistet und von den Familien vergöttert wird. Ich weiß, dass sie das nicht hören will, aber ich möchte es an dieser Stelle einfach loswerden. Auch ein fettes Lob an die Leute, die Angela mit Rat und Tat zur Seite stehen und ihr helfen. Angela wurden immer wieder Steine in den Weg gelegt und sie hat sie einfach weggeräumt. Ehrlich gesagt, ich hätte die Nerven nicht gehabt und hatte schon alles hingeworfen. Liebe Angela, ich wünsche Dir für das Neue Jahr 2009 alles Gute und viel Gesundheit. Bleib weiterhin so stark, lass Dich nicht unterkriegen, mach weiter und pass auf Dich auf.
Jutta Schäfer
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Was wir
heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht.
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