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Berichte von Paten
Patenschaftsgelder
Patenschaftsantrag
Aktualisiert am: 30. Nov. 2009
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Bericht von Eva und Robert
Am 08.11.09 machten wir uns wieder auf den Weg nach Hurghada. Wir hatten wieder reichlich Spendengebäck (Kleidung, Schulsachen und Süßigkeiten) dabei. Am Flughafen in Nürnberg wurden wir gefragt: Ob wir Auswandern wollen. Konnte mir ein lächeln nicht verkneifen und klärte gleich mal die Urlauber auf, was es mit diesem Gebäck auf sich hat. Einen Tag später kam Angela nach. Diana und Patrick, auch Paten, waren schon seit ein paar Tagen in unserem Hotel. Wir freuten uns, uns wieder zu sehen. Am nächsten Tag machten wir uns auf zu Angela wo auch Uta war, um mit ihnen zu besprechen was wir alles erledigen wollen. Wir hatten wie immer sehr viel vor. Am Abend kam auch noch Nehmedou mit Yassin zu uns. Die Freude war wie immer sehr groß. Am Mittwoch fuhren wir mit Diana und deren Mutter nach Zirsara. Leider war ihre Familie seit Tagen in Luxor. Die Kinder hatten Schulfrei und so nützten viele Familien die Zeit um zu Verwandten zu fahren. Es war wieder ein schönes Gefühl nach Hause zu kommen. Der Bus fuhr in Zirsara ein und ALLE winkten uns zu und die Kinder liefen hinterher. Die Freude bei ALLEN war groß, uns wieder zu sehen. Bei Nehmedou wurden wir herzlich aufgenommen. Diana hatte sehr viel Kleidung, Spielsachen und Süßigkeiten dabei. Wir stapelten alles in unserer Kleiderkammer. So konnten damit wieder viele Kinder glücklich gemacht werden. Nach einem Abendessen das Nehmedou uns servierte hatte fuhren wir wieder ins Hotel. Am Donnerstag fuhren Nehmedou, Harbi, Ahmed, Yassin, Uta, Haytham, Angela, Robert und ich mit dem Super Jet (Linienbus) nach Luxor. Wir hatten 4 Stunden Fahrt vor uns, aber die Zeit wurde uns nicht lang. In Luxor angekommen, drängten wir uns alle in ein Taxi, (fast schon aufeinander gestapelt) und ließen uns zur Fähre bringen. Mit der Fähre mussten wir uns über den Nil setzen lassen um ins Hotel zu kommen. Diese Aussicht, einfach wunderbar. Im Hotel angekommen ließen wir uns im Garten nieder und genossen die Ruhe und die Wärme. Wir nahmen mit Ingrid Wecker (von der kleinen Pyramide in Luxor) Kontakt auf und sie gesellte sich zu uns. Wir hatten so viele Fragen wie denn bei ihnen so alles abläuft. Der Nachmittag verging sehr schnell und wir waren um einiges klüger. Am nächsten Tag machten ALLE, außer Angela und ich einen Ausflug durch Luxor. Wir zwei machten es uns im Garten bei Kaffee und Saft mit dem Laptop gemütlich. Wir plauderten über unseren Verein, was wir vielleicht ändern oder besser machen könnten. Am Samstag fuhren wir wieder nach Hurghada. Es waren schöne Tage in Luxor. Am Dienstag kam noch Jutta, für uns ganz überraschend in Hurghada an. Sie wollte uns Überraschen, das ihr auch gelungen ist. So machten wir uns wieder auf den Weg nach Zirsara um an diesem Tag 3 Familien, die dringend unsere Hilfe brauchen, aufzunehmen. Angela machte fleißig Bilder und schrieb die Daten von den Familien auf. Diese Kinder waren am nächsten Tag schon an Paten vermittelt. Ist doch super! Auch besuchten wir noch einige Familien zu Hause, um zu sehen, was sich seit unserem letzten Besuch geändert hat. Die Freude bei ALLEN war sehr groß. Für Freitag hatten wir einen Ausflug mit den Kindern geplant. Wir fuhren in den „Freizeitpark“. Da hatten die Kinder immer sehr viel Spaß. Silke und Amgd mit Familie waren auch dabei. Silke arbeitet in Hurghada und hilft auch fleißig in unserem Verein mit. War das wieder ein großes HALLO als wir ALLE ankamen. Die Kinder und auch die Mütter hatten wieder so viel Freude, wenn man das nicht selber erlebt, kann man es nicht glauben. Die Kinder fuhren mit den Fahrzeugen und spielten miteinander. Wir verteilten Süßigkeiten, Obst, Cola, Chips und Luftballons das natürlich gern angenommen wurde. Angela hatte noch kleine Geschenke dabei, die an die Kinder verteilt wurden, die ihre Zeugnisse freiwillig abgegeben hatten. Vielleicht war das ein Ansporn für all die Anderen, die es mal wieder nicht abgegeben hatten. Nehmedou stellte uns ein Mädchen vor, sie heißt Nagla und ist 11 Jahre. Sie erzählte uns, dass ihre Mutti tot ist, der Vater wieder geheiratet hat, diese Frau aber Nagla nicht als Kind haben will. Ihr Vater kümmert sich auch nicht um sie und sie darf nicht mehr zur Schule sondern muss arbeiten gehen, damit sie was zu essen bekommt. Auch hat sie nur eine Schlafstelle am Boden. Wir waren alle so geschockt und hätten am liebsten losgeheult. Wir haben ja schon viel erlebt, aber so was kann man sich nicht vorstellen. Diese traurigen Augen werden wir nie vergessen. Robert und ich beschlossen sofort, Nagla als Patenkind zu nehmen. Langsam ging der Tag zu Ende und ALLE fuhren wieder glücklich nach Hause. Angela, Robert und ich machten uns wieder einmal auf den Weg nach Zirsara. Nehmedou hatte mit Nagla`s Vater über eine Patenschaft gesprochen, er war damit einverstanden. So hoffen wir doch, dass sie jetzt wieder zur Schule darf und nicht mehr im Supermarkt arbeiten muss. Aber Nehmedou hat schon ein Auge darauf, hat sie uns versprochen. Wir gingen dann noch zum Haus von ihr und ich sage Euch, so was Schlimmes habe ich noch nie gesehen. Ich dachte ich kenne schon alles Elend, aber so was, das wir da gesehen haben, war der Hammer. Nur Dreck, Bauschutt u.s.w. In einem Zimmer stand das Elternbett und daneben auf dem Boden die Decke für Nagla, dann war das Zimmer voll, die Küche nebenan und das war's dann. Wir mussten über Dreck steigen das wir vorankamen. Ich dachte Lieber Gott wie kannst du so was zulassen. Ich hoffe doch, dass es jetzt dann langsam besser wird, durch die Patenschaft. An diesem Tag bekamen auch noch einige Kinder neue Kleidung (die Nehmedou gekauft hatte). Viele Paten hatten ja Geld mitgeschickt um die Kinder neu einzukleiden. Dieses Strahlen und das leuchten in den Augen von diesen Kindern, das gibt einen soviel. Einige Familien besuchten wir noch zu Hause (bei völliger Dunkelheit ) denn in Zirsara viel der Strom aus, so dass wir mit Kerzen begrüßt wurden. Angela hatte einige Geschenke von Paten mit, die wir noch verteilt haben. ALLE in Zirsara und auch wir waren glücklich. Es war wieder ein sehr schöner und gelungener Urlaub. Wir können wieder erzählen, wir haben einen Teil unseren Urlaub im Elendsviertel und auf der Müllkippe in Hurghada verbracht. Viele schütteln nur mit dem Kopf, einige verstehen uns aber. Aber das wichtigste ist, das wir wissen, was wir tun und wie wir unseren Urlaub verbringen wollen.
Veränderungen werden nur dann passieren,
wenn wir etwas tun,
das ganz und gar das Gegenteil von dem ist,
was wir gewohnt sind.
Eva und Robert
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heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht.
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