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Aktualisiert am: 20. August
2007
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Interessantes - Armut
Meine Kinder waren hungrig und ich erzählte ihnen: Der Reis kocht.
Ich erzählte es ihnen so lange, bis sie vor Hunger einschliefen, so schildert
ein alter Mann aus Ägypten seine bittere Erfahrung mit der Armut.
Von
solch extremer Armut sind weltweit rund 1,2 Milliarden Menschen betroffen. Sie
haben weniger als einen Dollar pro Tag und das reicht nirgendwo auf der Welt, um
ein menschenwürdiges Leben zu führen. Denn Armut ist weit mehr als nur Hunger
oder fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser. Armut bedeutet auch, den Risiken
des Lebens hilflos ausgeliefert zu sein. Krankheit, schlechte Ernte oder
Naturkatastrophen, für arme Menschen geht es in solchen Fällen sofort ums
Überleben. Und sie haben mangels Bildung, fehlender Einflussmöglichkeiten und
schlechter Gesundheit keine Chance, dieser Armut zu entfliehen. Im Gegenteil,
sie "vererben" sie weiter an die nächste Generation. Arme Menschen werden
ausgegrenzt, ihre Interessen finden kaum Gehör und sie haben bei den Mächtigen
ihrer Länder nur selten Verbündete. Armut hat viele Ursachen und in jedem Land
andere. Oftmals fehlen die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen in Ländern, in denen der vorhandene Reichtum ungerecht
verteilt ist. Die Regierenden profitieren von diesen Missständen. Auch
Diskriminierung, Missachtung der Menschenwürde und der Menschenrechte und
fehlende Gleichberechtigung von Männern und Frauen haben Anteil daran. Nicht
zuletzt sind die ärmsten Länder mit ihren wenigen Rohstoffexporten häufig
abhängig vom Welthandel und unterliegen den extremen Preisschwankungen für ihre
Produkte. Auch wenn der Anteil derer, die absolut arm sind, in den letzten
Jahren gesunken ist, so sind es doch genauso viele Menschen wie zuvor, denn die
Weltbevölkerung wächst.
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