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Aktualisiert am: 20. August 2007

Interessantes - Kinderarbeit

Jedes vierte ägyptische Kind muss arbeiten; das entspricht etwa 1/3 der arbeitenden Bevölkerung (trotz der hohen Arbeitslosenquote). Sie arbeiten für ein drittel bis ein viertel des normalen Lohns. Tausende von Kindern (5-15 Jahre alt) arbeiten in dem Dreieck von Altkairo, das drei industrielle Bereiche beinhaltet: Töpferei, Gerberei und Autoreparaturwerkstätten. Die Kinder kommen meist aus armen Familien, die vom Land in die Stadt gezogen sind und jetzt in den Slums rund um die Industriezonen wohnen. Sozialversicherungen können erst ab dem 18. Lebensjahr abgeschlossen werden, d.h. die arbeitenden Kinder sind sozial nicht abgesichert. Das ägyptische Gesetz erlaubt Kinderarbeit ab 12 Jahren (in der Landwirtschaft gibt es kein Mindestalter), obwohl die Grundausbildung normalerweise erst im Alter von 15 Jahren abgeschlossen ist. 11,5% der Kinder gehen nicht zur Schule und 88,5% haben sie abgebrochen. Die meisten Kinder können weder lesen noch schreiben, viele sind schon im Pubertätsalter körperlich ruiniert. 73% der Kinder leiden an chronischen Krankheiten, 69% an Blutarmut, 58% an Vitamin-A-Defizit und schlechter Ernährung, 46% haben Untergewicht. Es wäre wünschenswert, dass die tägliche Arbeitszeit (8 - 12 Stunden) zumindest auf ein solches Maß reduziert wird, und dass ein Schulbesuch nebenher möglich ist. Kinderarbeit führt dazu, dass immer mehr Kinder die Schule abbrechen, ohne je richtig Lesen und Schreiben gelernt zu haben. Viele Eltern, selbst Analphabeten, verstehen die Bedeutung von Bildung nicht. Aber auch die hohen Kosten für Schulgeld stellen für arme Familien ein Hindernis dar. So schicken sie ihre Kinder arbeiten anstatt in die Schule.

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