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Aktualisiert
am: 29. Feb.2008
|
Artikel zum Verein - "Fuldaer Zeitung"
Abschrift des Artikels:
Bettelarme Kinder in Ägypten
Ebersburg-Weyhers (MK/ky). Im Urlaub ferne Länder entdecken,
andere Kulturen kennenlernen: Das ist immer noch eine der beliebtesten
Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Wenn man dabei auch
mit viel Elend konfrontiert wird, geht das an manchen Menschen nicht
spurlos vorüber. So erging es auch Jutta Schäfer, als
sie zum ersten Mal Ägypten besuchte.
Eine Woche Nilkreuzfahrt und eine Woche Badeurlaub in Hurghada
hatte sie mit ihrer Familie im Herbst 2003 gebucht. „In diesem
Urlaub habe ich viel Elend gesehen, viele arme Leute, Kinder die
arbeiten und vieles mehr“, berichtet sie. „Ich dachte
mir, dass man da doch irgendwie helfen müsste.“ Sogar
in der Touristenhochburg fielen Jutta Schäfer bettelarme Kinder
auf.
Zurück in Weyhers, fand Jutta Schäfer im Internet ein
Forum, das sich ausschließlich mit Ägypten beschäftigt.
Dort erfuhr sie auch von Angela de Groot, die gerade im Begriff
war, einen Verein für verwaiste, behinderte und notleidende
ägyptische Kinder zu gründen. Spontan ließ sich
auch Jutta Schäfer als Gründungsmitglied des Vereins „egyptliveHelpKids“
registrieren.
Angela de Groot und Jutta Schäfer flogen wenige Monate später
wieder nach Hurghada, um erste Kontakte mit armen Familien aufzunehmen
und um Patenschaften zu vermitteln. Beim nächsten Flug nach
Hurghada nahmen die Beiden jeweils 150 kg Hilfsgüter mit (bestehend
aus Kleidung, Spielsachen usw.), die sie verteilten. Sie besuchten
auch eine Schule für behinderte Kinder, wo ihre Hilfe ebenfalls
großen Anklang fand. Dankbar ist der Verein „egyptliveHelpKid“,
dass eine Fluggesellschaft seine Spenden kostenlos nach Ägypten
transportierte.
Jutta Schäfer und die weiteren inzwischen neun Vereinsmitglieder
sind immer wieder vor Ort in Ägypten, um auch sicher zu stellen,
dass die Hilfe gezielt ankommt. Ein Dolmetscher begleitet sie dabei.
Die Mitglieder schreiben Berichte über ihre Hilfstätigkeit
und reden viel mit den bedürftigen Familien. Sie haben bisher
fast nur Familien besucht, in denen der Vater schon tot ist. Diese
Familien müssen von 70 Ägyptischen Pfund im Monat leben,
das sind 10 Euro. Niemand bekomme mehr, egal wie viele Kinder vorhanden
sind.
Die Familien sind auf Spenden aus dem Umfeld angewiesen. „Wir
haben selbst gesehen, dass die Leute zusammen mit ihren Hühnern
in der Wohnung leben und der Kot der Tiere überall herumliegt,
von Ratten und Kakerlaken ganz zu schweigen“, berichtet Jutta
Schäfer.
Besonders durch Patenschaften kann den armen Kindern geholfen werden:
Wer monatlich 10 Euro spendet, sichert einem Kind Essen und Kleidung.
Für einen Betrag von 25 Euro kann ein Kind außerdem eine
Schule besuchen und ärztlich versorgt werden.
Der Verein „egyptliveHelpKids“ arbeitet weltanschaulich
ungebunden und ist bestrebt, auch mit anderen Hilfsorganisationen
zusammen zu arbeiten. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar,
gemeinnützigen Wohlfahrtzwecke.
Vielleicht wird ja durch das Engagement des Vereins und vieler weiterer
Helfer eines Tages auch für ägyptische Kinder die Lebenslage
besser, sodass man als Deutscher im Urlaub dann nur noch strahlende,
wohlgenährte Kindergesichter sehen wird…
Informationen:
Wer mehr über den Verein egyptliveHelpKids erfahren möchte,
wer eine Patenschaft übernehmen oder spenden möchte, kann
sich an Jutta Schäfer, Rhönstr. 23, in 36157 Ebersburg-Weyhers
wenden; Tel: (06656)6347, im Internet erfährt man mehr unter
www.egyptlivehelpkids.org
(MK/Karin Schambony)
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein
unglückliches Kind auf Erden gibt.
(Winston Churchill)
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