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Aktualisiert am: 20. August 2007
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Artikel zum Verein - "Bordiehns Gazette"
Die "Bordiehns Gazette" ist eine Zeitschrift die von der "Villa Kunterbunt",
Hurghada, herausgegeben wird.
Abschrift des Artikels:
"Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht."
Mal was anderes - Urlaub machen und Patenkinder besuchen! Ein ehrenamtliches
Kinderhilfsprojekt aus Deutschland macht dies möglich!!
Zur Vereinsgeschichte von EgyptLiveHelpKids e.V.:
2003 besuchte die deutsche Angela de Groot, aus der Gegend von Bremen die
Urlaubsoase Hurghada. Wie viele andere auch, unternahm sie verschiedene
Ausflüge. Ihr Reiseleiter war ein junger Mann namens Khaled. Ein Wüstentrip
verändert ihr leben und auch sein Leben. Die immense, immer wieder gesehene und
erlebte Kinderarmut in dieser Urlaubsregion ließ sie nicht mehr los. Noch vor
Ort schmiedeten die beiden Pläne und diesem Umstand den Kampf anzusagen.
Wieder in Deutschland , machte Frau de Groot Nägel mit Köpfen. Die Hilfe für
ägyptische Kinder wurde zu einer ihrer Lebensaufgaben. Sie gründetet Anfang 2004
den Verein www.egyptlivehelpkids.org.
Dieser ist im Vereinsregister Oldenburg (VR190317) eingetragen und als
"Gemeinnützig" anerkannt. Die Satzung trat ab 19.04.04 in Kraft.
Soviel zum Formalen! Nein, es fehlt noch ein sehr wichtiges Detail. Alle Akteure
arbeiten Ehrenamtlich. Kein Cent der Spenden- oder Patengelder fließen in
irgendwelche Verwaltungsabläufe. HINTERGRUND: Kennen Sie diese Aussage?:
Wissen ist Macht - weiß nichts, macht nichts! Diese sieben Worte treffen auf
makabere Weise auf viele arabische Länder unserer Tage zu. Machtlosigkeit und
die Unwissenheit der breiten Masse sind effektive Werkzeuge der Herrschenden.
Dieser Spruch ist von Naguib Sawiris, dem Bruder von Samir Sawiris und den
kennen sicher viele. Klar, gibt es seit 1923 eine Schulpflicht in Ägypten. Sie
ist sogar als "Grundrecht" in der Verfassung verankert und
"grundsätzlich" KOSTENLOS. Aber, wie gesagt, nur der Besuch. Fast jeder vierte
Haushalt in Ägypten wird von einer allein erziehenden Mutter geführt. Das
monatliche Einkommen dieser Familien liegt bei ca. 14 €. Wenn der Tisch gedeckt
wird, stehen aber meist 4-5 Teller drauf. Da bleibt nichts übrig, um z. B.
Stifte, Hefte, Schuluniformen oder ähnliches zu kaufen. Der Schulbesuch kostet
trotz des o. g. "Grundrechts" Pro Kind im Jahr ca. 30 €. Da beißt die Maus
keinen Faden ab. Deshalb werden, wenn überhaupt möglich, oft nur die Jungs zur
Schule geschickt. Die Familien sind froh, wenn sie ein Dach über dem Kopf und
etwas zu essen haben. Da ist kein Geld für kostspielige Schulen drin. Viele
Kinder schlafen auf dem blanken Boden, da es keine Betten gibt. Manche
"Behausungen" kann man nicht so nennen, es sind undichte Ställe. Seitdem es die
Patenschaften gibt, erhielten viele Kinder z. B. Bettgestelle, Schlafdecken,
neue Kleidung, Schuhe, Schultasche, Schulsachen, Schuluniformen und und...
In den knapp drei Jahren hat sich schon sehr viel getan. So konnten z. B.
Familien in "Menschenwürdige" Häuser ziehen. Einige Mütter müssen nicht mehr in
einem Erdloch vor der "Hütte" die Familienmahlzeiten zubereiten.
Laufende und angestrebte Projekte:
Der Neubau des Kinderheims und einer Nähschule in Hurghada hat inzwischen schon
schöne Fortschritte gemacht. für die nahe Zukunft ist unter anderem eine
Suppenküche für Kinder und ggf. auch deren Familien geplant.
Vorteil/e:
Alle Paten haben die Möglichkeit sich zu engagieren, neue Ideen einzubringen,
mit zu machen und die Fortschritte beobachten. Dieser Umstand ist unbedingt
gewollt und sehr Willkommen. Ein wichtiges Kriterium für viele Paten: es besteht
immer die Möglichkeit die Kinder und dessen Familien zu besuchen. Wer das schon
einmal erlebt hat wird es nicht vergessen. Denn alle haben das gleiche Ziel: Die
Verbesserung der Lebensumstände ihrer Patenkinder und deren Familien.
Inzwischen werden 35 Familien mit rund 92 Kindern betreut (Stand 11.2005).
Frau de Groot ist 4 bis 5 Mal im Jahr vor Ort und schaut ob alles funktioniert.
Ihren gesamten Jahresurlaub und große Teile ihrer Freizeit investiert sie in
dieses Projekt.
Strahlende Kinderaugen sind der himmlische Lohn für Khaled, den ersten
Streetworker Hurghada´s, und Angela de Groot, dem lieben Engel aus Harpstedt.
Khaled wurde von einer Patin gefragt: Bist Du verheiratet?? Nein!! Warum
nicht?? Seine Antwort: Wer will schon einen Mann mit über neuzig
Kindern???
von Conny van der Vorst-Schick
Anfragen an: Angela de Groot, Lange Str. 53, 27243 Harpstedt, Tel.:
04244-2855, E-Mail:
aegypten2004@hotmail.com
Originalartikel:
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein
unglückliches Kind auf Erden gibt.
(Winston Churchill)
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